6.6.2026 - Abschied vom Lauwersmeer und vorzeitige Heimreise

Am Morgen nutzten wir das trockene Wetter noch für eine kleine Wanderung durch ein naturbelassenes Waldgebiet in der Nähe des Lauwersmeers. Die abwechslungsreichen Wege führten durch alten Baumbestand und vermittelten einen schönen Eindruck von der ursprünglichen Natur dieser Region. Ein ruhiger und stimmungsvoller Abschluss unseres Aufenthalts.

 

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Groningen. Die lebendige Universitätsstadt mit ihren historischen Grachten und dem jungen Flair wäre eigentlich unser letzter Zwischenstopp dieser Tour gewesen. Leider waren die Wohnmobilstellplätze bereits vollständig belegt. Auch die Suche nach einem geeigneten Parkplatz in Zentrumsnähe, auf dem wir unser Wohnmobil sicher hätten abstellen können, blieb erfolglos.

 

Da zudem die Wetterprognosen für die kommende Nacht und den nächsten Morgen wenig Anlass zur Hoffnung auf Besserung gaben, entschieden wir uns schließlich, die Reise vorzeitig zu beenden und die Heimfahrt anzutreten.

 

So endete unsere kleine Wohnmobiltour durch die Provinz Groningen zwar etwas früher als geplant, dennoch bleiben viele schöne Eindrücke in Erinnerung: die historische Festung Bourtange, das idyllische Winsum, die faszinierende Insel Schiermonnikoog und die abwechslungsreichen Landschaften rund um das Lauwersmeer.


5.6.2026 - Schiermonnikoog und maritimes Flair in Lauwersoog

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Nordseeinsel Schiermonnikoog. Mit der Fähre setzten wir von Lauwersoog auf die Insel über und nahmen natürlich auch unsere Fahrräder mit. So konnten wir die Schönheit der Insel auf entspannte Weise erkunden. Schiermonnikoog gehört zu den niederländischen Watteninseln und ist als Nationalpark weitgehend geschützt. Weite Strände, Dünen, Salzwiesen und gut ausgebaute Radwege prägen das Landschaftsbild.

 

Am Abend unternahm ich noch einen Spaziergang rund um den Hafen von Lauwersoog. Besonders beeindruckend waren die zahlreichen farbenfrohen Fischkutter, die im Hafenbecken lagen und dem Ort sein maritimes Flair verleihen. Auch der benachbarte Yachthafen mit seinen vielen Segel- und Motoryachten bot einen schönen Anblick.

 

Mein Weg führte außerdem durch ein Ferienhausgebiet. Dabei fielen die vielen deutschen Kennzeichen auf, was darauf schließen lässt, dass sich deutsche Urlauber hier besonders wohlfühlen. Die Kombination aus Natur, Wasser und entspannter Atmosphäre macht die Region jedenfalls zu einem attraktiven Reiseziel.

 

So ging ein erlebnisreicher Tag mit vielen Eindrücken von Schiermonnikoog und der Küstenregion rund um Lauwersoog zu Ende.

Schiermonnikoog:

Lauwersoog am Abend:


4.6.2026 - Ankunft am Lauwersmeer

Der heutige Tag verlief etwas anders als ursprünglich geplant. Aufgrund einer Straßensperrung mussten wir einen Umweg auf unserem Weg zum Lauwersmeer in Kauf nehmen. Im Nachhinein erwies sich dies jedoch als Glücksfall, denn so konnten wir einen noch besseren Eindruck von der weiten und wasserreichen Landschaft der Provinz Groningen gewinnen. Die zahlreichen Kanäle, Deiche und offenen Flächen prägen diese Region auf ganz besondere Weise.

 

Unser Stellplatz für die Nacht befindet sich in der Nähe des Yachthafens von Lauwersoog. Von dort aus unternahmen wir einen Spaziergang durch das Hafengelände bis zur Fähranlegestelle. Hier starten die Fähren zur Nordseeinsel Schiermonnikoog, die wir morgen besuchen möchten. Schon heute konnten wir die maritime Atmosphäre genießen und die Vorfreude auf den bevorstehenden Inselausflug steigern.

 

Dabei besuchten wir das Seehundzentrum. Die Einrichtung engagiert sich für die Pflege und Rehabilitation verletzter oder geschwächter Seehunde und vermittelt Wissenswertes über das Wattenmeer. Leider bekamen wir nur wenige Tiere zu Gesicht. Der Schwerpunkt der Ausstellung und der Präsentation lag vielmehr auf der Entstehungsgeschichte und den ökologischen Zusammenhängen des Wattenmeeres. Insgesamt empfanden wir den Eintrittspreis daher als recht hoch im Verhältnis zu dem, was tatsächlich zu sehen war.

 

Das wechselhafte und regnerische Wetter machte längere Spaziergänge oder Wanderungen leider unmöglich. Dennoch bot der Tag einige interessante Eindrücke und einen ersten Vorgeschmack auf die einzigartige Küstenlandschaft rund um das Lauwersmeer.


3.6.2026 - Festung Bourtange

Nach einer längeren, krankheitsbedingten Pause sind wir heute nach fast einem Jahr endlich wieder zu einer kleinen Wohnmobiltour aufgebrochen. Das Gefühl, wieder unterwegs zu sein und neue Eindrücke zu sammeln, machte die Vorfreude auf die kommenden Tage besonders groß.

 

Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Reiseziel legten wir zunächst einen Zwischenstopp in der niederländischen Festung Bourtange ein. Die einzigartige, sternförmig angelegte Festungsstadt wurde im 16. Jahrhundert während des Achtzigjährigen Krieges errichtet und zählt heute zu den besterhaltenen Festungsanlagen Europas. Bei unserem Rundgang durch die historischen Gassen, entlang der Grachten und über die Wallanlagen konnten wir eindrucksvoll nachvollziehen, welche strategische Bedeutung dieser Ort einst besaß. Die liebevoll restaurierten Gebäude und die besondere Atmosphäre machten den Besuch zu einem echten Höhepunkt des Tages.

 

Ursprünglich hatten wir geplant, die Nacht in Bourtange zu verbringen. Da die Wettervorhersagen für den weiteren Tagesverlauf jedoch wenig vielversprechend waren, entschieden wir uns spontan für eine Weiterfahrt nach Winsum. Das charmante Dorf in der Provinz Groningen gilt als eines der schönsten Dörfer der Niederlande. Mit seinen historischen Backsteinhäusern, kleinen Brücken und den idyllischen Wasserläufen bietet es die perfekte Kulisse für einen entspannten Tagesausklang.

 

Hier werden wir die Nacht verbringen, bevor unsere Reise morgen Vormittag weitergeht.

Bourtange:

Winsum: